Neustadt a.d. Aisch/München: Mit Fraktionsinitiativen von mehr als 110 Millionen Euro runden die Landtagsfraktionen von CSU und FREIEN WÄHLERN den Haushalt 2026 ab, setzen eigene Schwerpunkte und regionale Impulse im ganzen Freistaat. „Auch unsere Region mit den Landkreisen Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim und Fürth profitieren von den Fördermitteln“, freut sich Stimmkreisabgeordneter Werner Stieglitz, der sich für die Unterstützung zahlreicher Projekte stark gemacht hat:
Die Gemeinde Gollhofen will auf einer brachliegenden Gewerbefläche – der ehemaligen Ziegelei – ein Quartier mit Wohnraum für unterschiedliche Generationen und Räume für Gewerbe bzw. Dienstleistungen entwickeln. Dieses ambitionierte Großprojekt zur Nachverdichtung des Kernortes wird mit 450.000 Euro gefördert.Der Kirchturm der Evangelischen Stadtkirche St. Kilian in Bad Windsheim muss saniert werden. Für die kostenintensive Voruntersuchung erhält das Evangelisch-Lutherische Dekanat eine Förderung von 160.000 Euro.
Das Naturparkzentrum Steigerwald, das in Scheinfeld entsteht, erhält eine Förderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro.
30.000 Euro gehen an das Musikprojekt „Gustav Mahler“ des Nordbayerischen Musikbundes. Die 2. Sinfonie von Gustav Mahler wird hier erstmals in einer für Blasorchester arrangierten Fassung aufgeführt, im Rahmen dreier Konzerte in Würzburg, Erlangen und Bad Kissingen.
„Fast zwei Drittel unserer Fraktionsinitiativen fließen ganz bewusst in den ländlichen Raum – insbesondere in Initiativen, die den Zusammenhalt und die Strukturen vor Ort stärken sowie Unterstützung bieten“, betont Werner Stieglitz.
Der Bayerische Landesausschuss für Hauswirtschaft setzt sich für eine Stärkung des Stellenwertes und der Bedeutung der Hauswirtschaft in unserer Gesellschaft ein. Diese Vereinsarbeit wird in diesem Jahr verstärkt mit 7.000 Euro unterstützt.
Die soziale Betriebshilfe für landwirtschaftliche Familien, die im Maschinenring durch die Betriebs- bzw. Dorfhelfer organisiert ist, wird mit 380.000 Euro unterstützt. Im Jahr 2024 wurde hierfür ein Förderprogramm aufgelegt. Der Bedarf und die Nachfrage in der Praxis sind allerdings sehr groß. Mit den zusätzlichen Mitteln können weitere Einsatzstunden gefördert werden.
Die Feldgeschworenenvereinigung Landkreis und Stadt Fürth feiert in diesem Jahr 600 Jahre Bestehen der Feldgeschworenen in Langenzenn und zehn Jahre Immaterielles Kulturerbe. Der Festakt in Langenzenn wird mit 5.000 Euro unterstützt. „Mit diesem Zuschuss wird die Bedeutung des ältesten kommunalen Ehrenamts in Bayern gewürdigt“, so Werner Stieglitz, der sich gemeinsam mit seiner Landtagskollegin Petra Guttenberger für die Förderung eingesetzt hat.
Vor dem Hintergrund des aktuellen Strukturwandels in der Schlachtwirtschaft kommt dem flächendeckenden Erhalt einer leistungsfähigen regionalen Schlachtstruktur im Freistaat eine große Bedeutung zu. Für den Erhalt und die Erweiterung des Metzgerschlachthofs Fürth-Burgfarrnbach, der von Metzgerunternehmen betrieben wird (127 Anteilseigner) und gerade auch für kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe in der gesamten Region von großer Bedeutung ist, wird eine zusätzliche staatliche Unterstützung in Höhe von 560.000 Euro gewährt.
100.000 Euro fließen in das Pilotprojekt „Anpacken“ zur Stärkung der Krisenresilienz in Westmittelfranken. Die von den Abgeordneten Andreas Schalk, Helmut Schnotz und Werner Stieglitz unterstützte Initiative ist im Bereich des Rettungszweckverbands Westmittelfranken geplant – mit den Landkreisen Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sowie der Stadt Ansbach – eine große Veranstaltung mit Zirkelausbildung zur Stärkung der Krisenresilienz. Bürgerinnen und Bürger sollen dabei praxisnah grundlegende Fähigkeiten in medizinischer Erstversorgung, Brandbekämpfung, Zivil- und Katastrophenschutz sowie in Fragen der Selbstvorsorge erlernen. Zugleich soll das Projekt gezielt neue Mitglieder für Rettungsdienst, Feuerwehren, THW, Bundeswehr-Reserve und weitere Hilfsorganisationen gewinnen.
Beim Polizeipräsidium Mittelfranken soll ein modernes Präventionszentrum eingerichtet werden. Das Zentrum soll analoge Exponate (z. B. Einbruchschutz) mit digitaler Ausstattung verbinden und ermöglicht neue, interaktive Vermittlungsformate. Durch die Anbindung mehrerer Kriminalpolizeiinspektionen entsteht ein regionaler Knotenpunkt mit Modellcharakter für weitere Präsidien im Freistaat. Die Maßnahme stärkt nachhaltig die Präventionsarbeit und erhält Finanzmittel in Höhe von 25.000 Euro.
„Diese Auflistung zeigt, dass wir Projekte unterstützen, die unmittelbar vor Ort wirken“, betont Werner Stieglitz. Insgesamt dürfen sich rund 600 Projekte in ganz Bayern über Zuschüsse freuen.
Die Fraktionsinitiativen werden ab dieser Woche im Haushaltsausschuss beraten und sollen im April vom Landtag beschlossen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die bereitgestellten Fördermittel dabei noch einer Haushaltssperre von abzüglich 10% unterliegen.
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